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Minimalismus: Für die, die gerne wollen, aber sich nicht voll und ganz trauen...


Da freuen wir uns, weil wir erkannt haben, dass Minimalismus wohl genau unser Ding ist um sich endlich befreiter zu fühlen. Wir haben schon viele Dinge gefunden, aussortiert oder gefunden, die wir aussortieren sollten. Aber eine richtige "Tabularasa-Aktion", sozusagen das "Hardcore-ausräumen" - daran trauen wir uns nicht.

Starte dein Minimalismus-Projekt mit Rückkehroption

Wie es sich anfühlt, in einer minimalistischen Wohnung zu leben, wirst du bei einem vorsichten nach-und-nach-Trennen spät oder sogar nie erleben. Das meiste was uns umgibt ist aber wirklich nicht überlebenswichtig. Wer das "sofort" erleben möchte, nimmt sich am besten einige Stunden oder ein Wochenende frei, besorgt sich Kisten und sucht sich einen Raum wo er diese Kisten (später dann voll) stapeln kann. Keller sind für dieses Projekt auch wunderbar geeignet, denn je länger die Wege sind, umso weniger kommt man in die Versuchung seinen Krams nach kurzer Zeit wieder hervorzukramen.

Nur das was du täglich brauchst, bleibt

Was brauche ich täglich? Das ist die erste Frage die du dir bei diesem Projekt stellst. In deiner Küche werden einige Dinge mehr stehen bleiben, aber brauchst du wirklich alles? Alles was du nicht brauchst, wandert in eine Küchenkiste. Beim Bad solltest du dich auf maximal eine gefüllte Kosmetiktasche beschränken. Mehr nehmen wir in den Urlaub (wo Platz wirklich kostbar ist) ja auch nicht mit. Der Rest wandert in die Kiste. Einmal Duschgel (richtige Minimalisten haben selbst das abgeschafft und nutzen das Shampoo als Duschgel mit), einmal Parfum (ja, das beste - am besten) reichen (und 10 Flakons sammeln eh nur Staub). Am Ende der Aktion in den beiden Räumen, sollte dort nicht mehr viel stehen oder liegen. Es sieht aufgeräumt aus und es besteht deutlich weniger Chance, dass es jemals wieder groß zumüllt (weil nicht mehr so viel zum zumüllen da ist)

Am Schreibtisch und im Arbeitszimmer gibt es das meiste an unnötigem Kram

Bist du hier angelangt, hast du meistens richtig Potential. Hier kannst du dich austoben. Alte Zeitschriften, Artikel, Mappen, Präsentationen aber auch Massen an Büroklammern, witzigen Bürogimmiks ... brauchst du nicht. Du wirst es merken, wenn sie in der Kiste verschwunden sind - du wirst nach den wenigsten Dingen Sehnsucht haben. Alte Zeitschriften und Artikel kannst du am besten sofort entsorgen oder einscannen - dann hast du sie maximal als Datenmüll auf deinem Rechner.

Der Geist wird freier weil er nicht mehr abgelenkt wird

Im Wohnzimmer kann Nippes weg, sofern er vorhanden ist. Alte Zeitschriften und Zeitungen sind willige Opfer, die zuerst ins Auge fallen. Wer nun noch Bücher sortiert und CD´s strukturiert muss hier nicht mehr soviel tun. Bücher und CD´s gehören zum Leben und zum Wohlfühlen im Wohnzimmer dazu. Sie sollten dort auch bleiben - wenn sie ordentlich in Regalen oder Schränken untergebracht sind. Alles andere kann weg. In Räumen, die ordentlich sind, auf Schreibtischen auf denen nichts Unnötiges herumsteht-oder liegt, spürt man eine Ruhe. Diese Ruhe kommt daher, dass der Geist nicht den Drang verspürt tätig zu werden. Das ist ein unglaubliches Gefühl und darum suchen wir alle mehr oder weniger das "Aufgeräumte". Wo es aufgeräumt ist - ist der Geist ruhig. Wer wenig hat, was er im Raum liegen lassen kann, hat mehr Ordnung und weniger Stress.

Auch das Schlafzimmer ist ein wahres Paradies für "Aussortierer"

Frauen fällt es hier meistens deutlich schwerer als Männern. Sich von den nicht so oft oder garnicht getragenen Sachen "vorerst" zu trennen, fällt Männern tendenziell einfacher. Wer das Projekt "Hardcore" durchziehen will, wird alles ausser 5 T-Shirts, 5 Hemden / Blusen, 3 Pullovern, 3 Hosen, 10 Socken und 10 mal Unterwäsche nichts mehr in seinem Schrank haben. Solltest Du Blazer oder Sakko im Job tragen kommen 2 dazu. Das wars. Übrigens werden Menschen, die diesen Stil für sich entdeckt haben, ohne groß nachzudenken bei Neukäufen zu Kleidungsstücken greifen, die sie wunderbar miteinander kombinieren können. Übrigens gilt bei diesem Prinzip dann immer : Kaufe ein Neues - opfere dafür ein altes Kleidungsstück

Warum es leichter fällt, wenn man weiss, dass sein Kram noch irgendwo ist

Die krasse und harte Trennung von seinen Dingen fällt vielen sehr schwer. Das heute vorgestellte Prinzip macht uns den Weg einfacher. Wir wissen, dass wir bei großer Sehnsucht (oder wenn wir ein Teil doch wirklich brauchen sollten), immer noch in eine unserer Schatzkisten greifen können. Das beruhigt uns. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass wir diese Kisten nach kurzer Zeit vergessen haben.

Nach spätestens 6 Monaten endet das Projekt

Denn dann hat sich gezeigt, dass der Inhalt der Kisten unser Überleben nicht retten muss. Das wird die schöne Zeit in der wir Fotos machen und andere Menschen über ebay mit unserem alten Kram beglücken können. Vielleicht verdienen wir den einen oder anderen Euro damit oder wir machen einen Menschen glücklich, indem wir die eine oder andere Sache verschenken. Wir sind dann vielleicht schneller zum Minimalisten geworden, als über den steinigen Weg der langsamen Entrümpelung.

Wir wünschen Ihnen dabei viel Freude und viel Spaß in einer entrümpelten Wohnung ;)) Schön !!!

Bildquelle: frauwolkenlos.de

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